Geschichte von Winsen (Luhe)

 

1158

wurde Winsen erstmalig urkundlich als Winhusen erwähnt. Die Aufschüttung der Luhe diente früh als Pass der Heerstraße, die den Norden mit dem Süden verband und begünstigte die Entwicklung des Ortes. Die Nähe der Landesgrenze gefährdete diese. Zur Sicherung des freien Verkehrs und zum Schutze vor Einfällen errichteten die Landesfürsten eine Wasserburg. Sie wurde
1299

erwähnt, ist aber schon einige Jahrzehnte zuvor entstanden. Denn bereits
1233

löste sich auf Veranlassung der Herzogin Helene aufgrund der Existenz der Burg die kleine Filialkirche von der Gemeinde St. Gertrud in Pattensen.
1371

wurde nach der Zerstörung der herzoglichen Burg auf dem Lüneburger Kalkberg der Sitz der Obervogtei nach Winsen verlegt.
1400

erbauten die Franziskaner die gotische Marienkirche.
1503

bestand das Amt Winsen. Ein Amtmann verwaltete damals ein Gebiet, das über die heutigen Kreisgrenzen weit hinausging.
1527

wurde die Stadt lutherisch.
1593 - 1617

erhielt das Schloss und das Amt unter Herzogin Dorothea ihre heutige Gestalt. Dazu gehört auch der 1599 fertiggestellte Marstall.
1637

wurden die Befestigungen abgetragen, die die Stadt umgaben und einschnürte. Die Menschen lebten als Ackerbürger in niedrigen Häusern, die dicht an dicht mit dem Giebel zur Straße standen. Brände verwüsteten wiederholt große Teile des Ortes. Es gab Handwerksbetriebe, Schiffs- und Fuhrleute schlossen sich in Ämtern zusammen, Krüge und Herbergen lebten vom Durchgangsverkehr. Die wirtschaftliche Basis bildete jedoch lange Zeit eine Tätigkeit bäuerlicher Art.
1792

wurde in der Schmiedestraße der berühmteste Sohn der Stadt, Johann Peter Eckermann, geboren. Nachdem er seine Kinder- und Jugendjahre in seiner Heimatstadt verbrachte, gelang er über viele Stationen...
1823

nach Weimar als Mitarbeiter und Vertrauter von Goethe. Hier erlebte er die letzten neun Lebensjahre Goethes als "strahlender Schatten" und gewann seinen festen Platz in der Literaturgeschichte durch seine "Gespräche mit Goethe" und seinen treuen Dienst für den Dichterfürsten über dessen Tod hinaus.
1847

wurde Winsen an das Eisenbahnnetz angeschlossen.
1858

entstanden die ersten Gewerbeanlagen wie die Papierfabrik Eppen.
ab 1950

Nach dem 2. Weltkrieg wurde die vorliegende Struktur vornehmlich durch die verkehrsgünstige Lage zur Entlastung Hamburgs geprägt.